Glossar

Grundgesamtheit, Stichprobe, Beobachtungseinheit

Bei einer statistischen Untersuchung schließt man aus den Daten einer Stichprobe zurück auf die zugehörige Grundgesamtheit. Die Grundgesamtheit ist die Menge der Objekte oder Individuen, über die man etwas aussagen möchte.
 
Beispiel 1.8
Eine mögliche Grundgesamtheit sind z.B. alle an AML erkrankten Patienten.
 
Die Stichprobe ist die Teilmenge der Grundgesamtheit, die man tatsächlich untersucht hat.
 
Beispiel 1.9
Eine mögliche Stichprobe sind z.B. die in einer klinischen Studie behandelten Patienten mit AML.
 
Die einzelnen Elemente der Stichprobe sind die in einer Untersuchung tatsächlich beteiligten Beobachtungseinheiten. Da die Stichprobe meist nur ein verschwindend kleiner Teil der Grundgesamtheit ist, ist der Rückschluss von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit nicht unproblematisch. Damit er überhaupt sinnvoll ist, muss die Ziehung der Stichprobe so organisiert sein, dass sich in ihr die Verhältnisse der Grundgesamtheit widerspiegeln. Störgrößen bewirken oft eine systematische, nicht zufällige Verzerrung (Bias) von Stichproben.